garzotto
28.07.2008, 14:30
Dies ist sowohl mein erster Beitrag in diesem Forum als auch meine erste "Beschwerde" über eine Firma, die ich irgendwo veröffentliche. Ich hoffe aber, dass es jemandem nützt, sein iPhone nicht am "falschen" Ort zu kaufen. Hier ist meine Geschichte:
Am 11. Juli wurde ich Besitzer eines iPhones. Nachdem ich nach Feierabend doch noch aus reiner Neugier beim Swisscom-Shop am HB Zürich vorbeiging und die erwartete Antwort "Nein, überall ausverkauft" erhielt, wurde ich von einem Passanten darauf angesprochen und er hat mir gesagt, dass DataQuest noch ein paar Exemplare hätte, wenn auch nur noch vom 8GB-Modell. Und - oh Wunder - ging ich an dem Abend tatsächlich mit einem iPhone nachhause.
Es wurde 23 Uhr, bis ich es nach mehrstündigem Nochmalsklicken (kam mir vor, wie in einem Windows-Programm) in iTunes endlich aktivieren und ausprobieren konnte. Beim Ausprobieren wurde mir schnell klar: das war ein am Freitag verkauftes Montagsmodell, denn alles was mit Tönen zu tun hatte, hat nicht funktioniert. Sprich: kein Klingelton bei Anruf, kein Telefongespräch, keine Musik, kein Film. Alles hat das Ding nur zum Hängen gebracht.
Da ein Telefon, das nicht zum Telefonieren und auch nicht als iPod verwendbar ist, doch etwas wenig Nutzen bietet, habe ich am Samstagmorgen bei DataQuest angerufen: "Ja, ja, kommen Sie nur vorbei". Habe ich dann auch getan: ich bin nach Zürich gefahren, habe ein Ticket gezogen, gewartet und gewartet. Dann wurde ich vom Verkauf zur Technik in den ersten Stock geschickt, wo ich ein neues Ticket ziehen und warten und warten und... warten konnte. Irgendwann kam meine Nummer dran. Ich habe den Fall nochmals geschildert und der Techniker konnte mir sofort bestätigen, dass mein Gerät defekt ist. Nur leider haben sie absolut keine Ersatzgeräte und können auch sonst nichts tun ausser das Gerät Swisscom schicken und vielleicht kommt es irgendwann geflickt wieder zurück. "Irgendwann" hat es geheissen. Bei meinem Anruf ein paar Stunden (reisen und warten) früher war alles noch machbar. Ich hatte es dann doch vorgezogen in meinen kommenden 2 Wochen Ferien wenigstens mit einem kaputten iPhone etwas herumzuspielen und es zwei Wochen später, in der ja hoffentlich ein Ersatzgerät auftauchen sollte, auszutauschen.
Heute, zwei Wochen später, war ich wieder bei DataQuest - voller Hoffnung.
"Nein, wir haben immer noch keine Ersatzgeräte. Wir haben zwar ein paar Geräte erhalten, diese aber sofort verkauft, bevor uns ein Kunde, der unbedingt ein iPhone haben will, den Laden anzündet". Leider hatte ich kein Feuerzeug dabei, um zu demonstrieren, dass auch Kunden, denen bereits etwas verkauft wurde, den Laden anzünden könnten...
Jedenfalls wünschte ich mit dem Vorgesetzten zu sprechen, der sich meiner in Form des Filialleiters auch annahm. Dieser hat mich vehement darauf hingewiesen, dass es keine Lösung für mein Problem gäbe, als das Gerät einzuschicken und zu hoffen, dass es irgendwann wieder zurück käme. Ich habe ihn (auch zunehmend vehement) darauf hingewiesen, dass ich mir als Kunde veräppelt vorkäme, wenn ich ein Telefon kaufe, mit dem nicht telefoniert werden kann und dass der Verkäufer nur mit "tut uns leid" reagiert, statt irgendeine akzeptable Lösung anzubieten.
Der Filialleiter hat sich weiter bemüht, mir erklärt, dass sie auch nur einen Vertrag mit Swisscom haben und diese diktieren, was zu tun sei und sie darum nichts unternehmen können und dass sie sowieso nur CHF 17.60 pro iPhone verdienen. Aber auch diese Argumente konnten mich nicht so recht davon überzeugen, dass es schon gut sei, wenn ich ein Telefon habe, mit dem man nicht telefonieren kann.
Ob ich denn das Gerät auch zurückgeben könne, habe ich dann als Versuch einer anderen Problemlösungsstrategie gefragt: "Natürlich! Nur um den Vertrag mit Swisscom wieder aufzuheben, da müsse ich mich schon selber an Swisscom wenden." Ob sie denn nicht auch einen Vertrag wieder auflösen können, wenn sie einen abschliessen können? Diese Frage wurde dem sehr geehrten Herr Filialleiter, dessen Zeit ich für magere 17.60 am rauben war, dann aber doch zu dumm und er beharrte darauf, dass er gesagt habe, was zu tun sei (einschicken) und es sonst keine Lösung gäbe.
Ich hatte grosse Mühe zu verstehen, dass er nicht verstand, dass ich mich nicht gross darüber freue, bei einer Firma ein Gerät gekauft zu haben, das nicht funktioniert und für deren Problemlösung die Firma mir keine brauchbare Strategie anbietet. Aber das beruhte auf Gegenseitigkeit, denn auch er konnte nicht verstehen was ich denn noch wolle, denn er hatte mir ja schon erklärt, dass es halt Pech sei.
So gingen wir drei dann wieder auseinander:
Der Filialleiter wohl in sein Büro, wo er sich vermutlich darüber ärgert, dass das Gespräch seine CHF 17.60 Marge aufgefressen hat.
Das iPhone irgendwohin, von wo ich es vielleicht irgendwann zurückerhalte und es dann vielleicht funktioniert.
Ich verärgert zurück, wo ich nun versuche wenigstens ein klein wenig Nutzen - wenigstens für andere - darauszuziehen mit der Empfehlung:
Kauft ein iPhone besser bei Swisscom oder Orange als bei DataQuest!
Grüsse,
Andreas Garzotto
Am 11. Juli wurde ich Besitzer eines iPhones. Nachdem ich nach Feierabend doch noch aus reiner Neugier beim Swisscom-Shop am HB Zürich vorbeiging und die erwartete Antwort "Nein, überall ausverkauft" erhielt, wurde ich von einem Passanten darauf angesprochen und er hat mir gesagt, dass DataQuest noch ein paar Exemplare hätte, wenn auch nur noch vom 8GB-Modell. Und - oh Wunder - ging ich an dem Abend tatsächlich mit einem iPhone nachhause.
Es wurde 23 Uhr, bis ich es nach mehrstündigem Nochmalsklicken (kam mir vor, wie in einem Windows-Programm) in iTunes endlich aktivieren und ausprobieren konnte. Beim Ausprobieren wurde mir schnell klar: das war ein am Freitag verkauftes Montagsmodell, denn alles was mit Tönen zu tun hatte, hat nicht funktioniert. Sprich: kein Klingelton bei Anruf, kein Telefongespräch, keine Musik, kein Film. Alles hat das Ding nur zum Hängen gebracht.
Da ein Telefon, das nicht zum Telefonieren und auch nicht als iPod verwendbar ist, doch etwas wenig Nutzen bietet, habe ich am Samstagmorgen bei DataQuest angerufen: "Ja, ja, kommen Sie nur vorbei". Habe ich dann auch getan: ich bin nach Zürich gefahren, habe ein Ticket gezogen, gewartet und gewartet. Dann wurde ich vom Verkauf zur Technik in den ersten Stock geschickt, wo ich ein neues Ticket ziehen und warten und warten und... warten konnte. Irgendwann kam meine Nummer dran. Ich habe den Fall nochmals geschildert und der Techniker konnte mir sofort bestätigen, dass mein Gerät defekt ist. Nur leider haben sie absolut keine Ersatzgeräte und können auch sonst nichts tun ausser das Gerät Swisscom schicken und vielleicht kommt es irgendwann geflickt wieder zurück. "Irgendwann" hat es geheissen. Bei meinem Anruf ein paar Stunden (reisen und warten) früher war alles noch machbar. Ich hatte es dann doch vorgezogen in meinen kommenden 2 Wochen Ferien wenigstens mit einem kaputten iPhone etwas herumzuspielen und es zwei Wochen später, in der ja hoffentlich ein Ersatzgerät auftauchen sollte, auszutauschen.
Heute, zwei Wochen später, war ich wieder bei DataQuest - voller Hoffnung.
"Nein, wir haben immer noch keine Ersatzgeräte. Wir haben zwar ein paar Geräte erhalten, diese aber sofort verkauft, bevor uns ein Kunde, der unbedingt ein iPhone haben will, den Laden anzündet". Leider hatte ich kein Feuerzeug dabei, um zu demonstrieren, dass auch Kunden, denen bereits etwas verkauft wurde, den Laden anzünden könnten...
Jedenfalls wünschte ich mit dem Vorgesetzten zu sprechen, der sich meiner in Form des Filialleiters auch annahm. Dieser hat mich vehement darauf hingewiesen, dass es keine Lösung für mein Problem gäbe, als das Gerät einzuschicken und zu hoffen, dass es irgendwann wieder zurück käme. Ich habe ihn (auch zunehmend vehement) darauf hingewiesen, dass ich mir als Kunde veräppelt vorkäme, wenn ich ein Telefon kaufe, mit dem nicht telefoniert werden kann und dass der Verkäufer nur mit "tut uns leid" reagiert, statt irgendeine akzeptable Lösung anzubieten.
Der Filialleiter hat sich weiter bemüht, mir erklärt, dass sie auch nur einen Vertrag mit Swisscom haben und diese diktieren, was zu tun sei und sie darum nichts unternehmen können und dass sie sowieso nur CHF 17.60 pro iPhone verdienen. Aber auch diese Argumente konnten mich nicht so recht davon überzeugen, dass es schon gut sei, wenn ich ein Telefon habe, mit dem man nicht telefonieren kann.
Ob ich denn das Gerät auch zurückgeben könne, habe ich dann als Versuch einer anderen Problemlösungsstrategie gefragt: "Natürlich! Nur um den Vertrag mit Swisscom wieder aufzuheben, da müsse ich mich schon selber an Swisscom wenden." Ob sie denn nicht auch einen Vertrag wieder auflösen können, wenn sie einen abschliessen können? Diese Frage wurde dem sehr geehrten Herr Filialleiter, dessen Zeit ich für magere 17.60 am rauben war, dann aber doch zu dumm und er beharrte darauf, dass er gesagt habe, was zu tun sei (einschicken) und es sonst keine Lösung gäbe.
Ich hatte grosse Mühe zu verstehen, dass er nicht verstand, dass ich mich nicht gross darüber freue, bei einer Firma ein Gerät gekauft zu haben, das nicht funktioniert und für deren Problemlösung die Firma mir keine brauchbare Strategie anbietet. Aber das beruhte auf Gegenseitigkeit, denn auch er konnte nicht verstehen was ich denn noch wolle, denn er hatte mir ja schon erklärt, dass es halt Pech sei.
So gingen wir drei dann wieder auseinander:
Der Filialleiter wohl in sein Büro, wo er sich vermutlich darüber ärgert, dass das Gespräch seine CHF 17.60 Marge aufgefressen hat.
Das iPhone irgendwohin, von wo ich es vielleicht irgendwann zurückerhalte und es dann vielleicht funktioniert.
Ich verärgert zurück, wo ich nun versuche wenigstens ein klein wenig Nutzen - wenigstens für andere - darauszuziehen mit der Empfehlung:
Kauft ein iPhone besser bei Swisscom oder Orange als bei DataQuest!
Grüsse,
Andreas Garzotto